I.C.E. - ist keine Initiative des Roten Kreuzes
Montag, 22. März 2010 um 00:00 Uhr
Das Deutsche Rote Kreuz stellt klar, dass Empfehlungen an Bürger, die Telefonnummern von Verwandten unter Kürzeln wie „ICE“ für „In Case of Emergency“ oder „IN“
für „Im Notfall“ im Handy einzuspeichern nicht vom DRK stammen.
Verschiedentlich wurde in den vergangenen Monaten berichtet, dass der DRK-Rettungsdienst die Einspeicherung von privaten Notrufnummern empfiehlt, um bei Unfällen die Angehörigen der Opfer leichter
zu erreichen. Diese Darstellung ist falsch.
Frank Jörres, Leiter des Rettungsdienstes beim DRK-Bundesverband sagt: „Wir raten niemandem davon ab, solche Nummern einzuspeichern. Nur hat es für die Arbeit des Rettungsdienstes keine
Bedeutung. Das Deutsche Rote Kreuz hat bei einem Notfall die oberste Pflicht, Leben zu retten und Patienten optimal zu versorgen. Die Feststellung der Personalien und die Information der
Angehörigen aber ist nicht die Aufgabe des Rettungsdienstes, sondern der Polizei.“
Das Rote Kreuz rät, für Notfälle vor allem die Notrufnummer 112 einzuspeichern. Diese Nummer gilt für ganz Deutschland und sogar europaweit. Jörres: „In der Hektik eines Notfalls haben viele
Menschen, die helfen wollen, die Notrufnummer nicht parat. Deshalb ist die 112 die wichtigste Nummer, die wir zum Einspeichern empfehlen. Sie ist kostenfrei und kann auch vom Handy aus ohne Vorwahl
gewählt werden.“
Der DRK-Rettungsdienst ist bundesweit mit 17.500 Mitarbeitern aktiv und führte im Jahr 2008 mit 2,3 Millionen Notfallrettungen und 3,2 Millionen Krankentransporten rund 50 Prozent aller
Rettungsdiensteinsätze in Deutschland durch.
Ansprechpartner DRK-Pressestelle
Stephanie Krone
Tel. 030 85 404 161
krones@drk.de
Svenja Koch
Tel. 030 85404 158
kochs@drk.de
Text: DRK Pressestelle














