Integrierte Leitstelle Außenansicht

Zuständigkeit

Die Aufgaben einer Integrierten Leitstelle definieren sich im Gesetz über die Errichtung und den Betrieb Integrierter Leitstellen, kurz ILSG (Artikel 2).

Integrierte Leitstellen haben demnach die Aufgabe, alle Notrufe, Notfallmeldungen und sonstigen Hilfeersuchen sowie Informationen für Rettungsdienst und Feuerwehr in Ihrem Leitstellenbereich entgegen zu nehmen.

Neben dem klassischen Notruf gehört hierzu auch die zentrale Aufschaltung der Brandmeldeanlagen im Leitstellenbereich. Die Funktionsbeschreibung einer Integrierten Leitstelle meint darüber hinaus auch die Entgegennahme von Notfallmeldungen schwerhöriger, ertaubter und sprachgeschädigter Personen. Hier arbeiten die Leitstellenbetreiber eng mit den Behindertenverbänden zusammen und bedienen sich geeigneter Medien.

Sie alarmieren alle hierfür erforderlichen Einsatzkräfte und Einsatzmittel. Neben den Einsatzkräften der organisierten ersten Hilfe, des Rettungsdienstes und der Feuerwehren, fallen hierunter auch die im Katastrophenschutz mitwirkenden Einrichtungen und sonstigen am Hilfeleistungssystem beteiligten Behörden, Ämter und Institutionen.

Die qualifizierte Einsatzbegleitung und Unterstützung der Einssatzleitung sind weitere zentrale Aufgaben der Integrierten Leitstellen.

Die Darstellung eines gesamtumfänglichen Lagebildes und die Dokumentation gehören als aktive Führungsunterstützung im Katastrophenschutz ebenso zu den Aufgaben der Leitstelle, wie die Unterstützung bei der Alarmierungsplanung und die praktische Umsetzung dieser.

Außerhalb der üblichen Dienstzeiten übernimmt die Integrierte Leitstelle für dringliche Fälle außerdem die Funktion des Meldekopfes für die Kreisverwaltungsbehörde als Katastrophenschutz- und Sicherheitsbehörde.

Die Integrierte Leitstelle wird vom BRK Kreisverband Bayreuth betrieben

Die Leitstelle Bayreuth/Kulmbach umfasst hierbei:

56 Kommunen


ca. 255.000 Einwohner


ca. 1.865q Km Fläche


ca. 400 Standorte der Feuerwehren,
des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes

Konzept Integrierte Leitstellen in Bayern

Regionalisierung

Die Organisationsstruktur der Integrierten Leitstellen ist bereits aus dem Rettungsdienst bekannt und erprobt. Als neue Raumordnungsgröße dienen somit auch im Brand- und Katastrophenschutz die mit den Rettungsdienstbereichen deckungsgleichen Wirkungskreise der 26 Leitstellen.

Damit wird auch für die Feuerwehralarmierung eine wirtschaftliche und effektive Grundlage mit großräumiger Struktur geschaffen. Dies erweist sich schon deswegen als notwendig, weil sich die Ausmaße von Großschadenslagen und Katastrophen nicht an kommunalen Grenzen fest machen lassen.
Großflächige Schadenslagen und überörtliche, oft durch den Klimawandel bedingte Einsätze unterstreichen dies deutlich.

Die Regionalisierung erfolgt zudem in Anlehnung an die parallele Reorganisation der bayerischen Polizei und deren Einsatzzentralen.

Kooperation

Eng zusammenarbeitende Leitstellen schaffen einen deutlichen Zuwachs an Ausfallsicherheit im bayerischen Leitstellenverbund. Vertretungsleitstellen zusammen mit technischen Redundanzen, die den heutigen Stand der Technik widerspiegeln, führen zu einer höheren Gesamtverfügbarkeit des Systems. Auf diese Weise entsteht bayernweit ein flexibler, EDV-gestützter und leistungsstarker Leitstellenverbund.
Personal

Für die verantwortungsvolle Tätigkeit und die umfangreichen Aufgaben eines Disponenten in einer Integrierten Leitstelle sind neben einem fundierten feuerwehrtechnischen Wissen vertiefte rettungsdienstliche Kenntnisse und Erfahrungen im Katastrophenschutz nötig. Diese umfangreichen fachpraktischen und theoretischen Fertigkeiten müssen zudem durch Wissen um EDV- und Fernmeldestrukturen ergänzt werden.

Die benötigte Mehrfachqualifikation setzt sich im Wesentlichen aus einem feuerwehrfachlichen und einem rettungsdienstlichen Teil zusammen. Das Fortbildungskonzept basiert auf einem Baukastensystem, bei dem je nach fachlicher Herkunft, das neu hinzukommende Wissen modulweise erworben werden kann.
Neben allen Fachkenntnissen bedarf es bei den Mitarbeitern in der Integrierten Leitstelle darüber hinaus einer ausgeprägten sozialen und kommunikativen Kompetenz. Die Fähigkeit, auch unter extremen Stresssituationen systematisch, überlegt und gezielt zu handeln, ist für die tägliche Arbeit in einer Leitstelle unerlässlich!

Technik

Der gezielte Einsatz erprobter und bewährter Technologien auf der einen Seite ermöglicht zusammen mit der vernetzten Struktur der Leitstellen und neuer Kommunikationsmedien auf der anderen Seite ein effektives und wirtschaftliches Arbeiten auf hohem fachlichem Niveau.

Weitere Links zum Thema Integrierte Leitstellen in Bayern

Bayerisches Staatsministerium des Innern und für Intergration

Integrierte Leistsellen in Bayern

Menü