Gemeinsamer Rückblick in Fleckl

BRK-Warmensteinach und Betreuungsdienst Bayreuth ziehen Bilanz
Sonntag, 08. Januar 2012 um 00:00 Uhr

Traditionell führt die BRK-Bereitschaft Warmensteinach ihren Jahresabschlussabend im Januar durch. Heuer gab es zudem eine Premiere. Der seit Mitte Mai tätige Arbeitskreis Betreuungsdienst Bayreuth nutzte den Abend gleichzeitig für die Präsentation der eigenen Bilanz.

Mit einer eindrucksvollen Präsentation stellten der Warmensteinacher Bereitschaftsleiter Martin Höhne und der kommissarische Leiter des Bayreuther Arbeitskreises Betreuungsdienst Frank Endres ihre geleistete Arbeit gemeinsam im Gasthof Sonneneck in Fleckl vor. Das Jahr der Warmensteinacher Bereitschaft war geprägt von zahlreichen Aus- und Fortbildungen und Sanitätsdiensten bei diversen Sportveranstaltungen wie dem SiLi-Run, Skisprungturnieren oder Skirennen. Einen großen Teil der geleisteten Stunden nimmt der „Helfer vor Ort“ (HvO) ein, der im Jahr 2011 5252 Stunden im Einsatz war. Der HvO rückte mit 86 Mal fast zweimal pro Woche zu Notfällen aus. Knapp 2500 Stunden investierten die Warmensteinacher in Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, während rund 860 Stunden bei Sanitätsdiensten zusammenkamen. Letztere wurden nicht nur im Gemeindegebiet, sondern auch überregional durchgeführt. So war die Bereitschaft unter anderem beim Bayreuther Bürgerfest, dem Weissbierfest und dem Maisel’s FunRun eingesetzt. Ein größeres Heimspiel gab es für die Warmensteinacher, als sie das Zeltlager der Bereitschaftsjugend München mit Notunterkünften unterstützten, weil die Veranstaltung im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser zu fallen drohte. Besonders stolz zeigte sich Martin Höhne auf die Sammlung von Altkleidern in Warmensteinach. Hier konnte durch das Aufstellen eines weiteren Containers am Recyclinghof die Menge der gesammelten Altkleider auf beachtliche 5,3 Tonnen gesteigert werden. Die restlichen Stunden kamen bei Verwaltungstätigkeiten, Mittelbeschaffung und beim Blutspenden zusammen. Insgesamt leisteten die Warmensteinacher Rotkreuzler im Jahr 2011 knapp 9.800 ehrenamtliche Stunden.

Auf eine ebenso positive Bilanz konnte der kommissarische Leiter des Arbeitskreises Betreuungsdienst Bayreuth Frank Endres. Der im Mai vergangenen Jahres ins Leben gerufene Arbeitskreis kümmert sich unter anderem bei Großschadenslagen um die Versorgung betroffener Personen und der eingesetzten Helferinnen und Helfer aller beteiligten Organisationen. Mehr als 4400 Stunden war der junge Arbeitskreis im abgelaufenen Jahr im Einsatz. Den größten Anteil nimmt hier der Betreuungsdienst bei verschiedenen Großveranstaltungen und Einsätzen mit 1080 Stunden ein.  Der Rest der erbrachten Stunden verteilt unter anderem sich auf Aus- und Fortbildungen, Mittelbeschaffung und Sanitätsdienste. Besonders erfreut zeigte sich Endres darüber dass es gelungen sei, zusammen mit der Kreisbereitschaftsleitung zwei gebrauchte und gut erhaltene LKW des Telekom-Katastrophenschutzes zu erwerben, die derzeit in viel Eigenarbeit für die Aufgaben im Betreuungsdienst hergerichtet werden. Einer der beiden LKW trage sogar schon die aktuellen Farben des BRK, so Endres.

Warmensteinachs Bürgermeister Andreas Voit stellte in seinem Grußwort heraus, dass sich jeder Bürger einen solchen Vortrag anschauen sollte um zu verstehen, was eine BRK-Bereitschaft leistet. Ihm seien nur positive Stimmen, beispielsweise vom verregneten Zeltlager im Sommer, zu Ohren gekommen, was für die geleistete Arbeit spreche. Voit dankte den Helfern für ihren Einsatz und sicherte die Unterstützung der Gemeinde „wo es nur geht“ zu.

Kreisbereitschaftsleiter Peter Maisel zeigte sich nach der Präsentation überwältigt von der geleisteten Arbeit. Nach einem Durchhänger in den letzten Jahren könne die Bereitschaft nun auf eine brillante Leistungsbilanz zurückblicken. Er freute sich besonders darüber dass es gelungen ist, die Bereitschaft mit einem etwas besseren Fahrzeug auszurüsten, nachdem der Vorgänger aus dem Jahr 1984 in die Jahre gekommen war. Für den Arbeitskreis Betreuungsdienst Bayreuth freute sich Maisel besonders darüber, dass mit der Anschaffung der beiden LKW die zweijährige fieberhafte Suche nach Fahrzeugen nun ein Ende hat. Auch eine offizielle Ernennung hatte Maisel im Gepäck. Er ernannte Martin Höhne zum Ausbilder „Technischer Dienst“ der Kreisbereitschaft.

Maisels Stellvertreter Richard Knorr schloss sich diesen Worten an und lobte das Engagement des Arbeitskreises Betreuungsdienst, dessen Gründung er zunächst skeptisch gegenüber stand. Diese Zweifel seien nun aber komplett beseitigt, so Knorr. Er berichtete der Versammlung von einem neuen Ausbildungskonzept im Kreisverband.

Anerkennung kam auch von Kreisgeschäftsführer Peter Herzing. Die überörtliche Zusammenarbeit sei sehr gut, und auch mit der benachbarten Bereitschaft in Oberwarmensteinach geglückt. Die Gemeinde könne auf ihre die Bereitschaft mit dem HvO-Dienst stolz sein.

Bei den nachfolgenden Ehrungen bedankte sich Warmensteinachs Bereitschaftsleiter Martin Höhne bei seinen Mitgliedern für die geleistete Arbeit. Er überreichte seinem Stellvertreter Josef Reichenberger, sowie Martin Schmidt und Bereitschaftsarzt Dr. Peter Fülle für die herausragende Unterstützung der Bereitschaft kleine Präsente. Geehrt wurden im Anschluss für 15 Jahre Dienst Anke Hofmann und Marianne Kossak. Doppelt so lange sind Martin Schmidt, Alexandra Küfner sowie Dagmar und Rainer Herrmann dabei. Maria Trsek kann auf stolze 55 Jahre zurückblicken. Albin Herrmann konnte seine Auszeichnung für 60 Jahre beim Roten Kreuz entgegennehmen. Beim Arbeitskreis Betreuungsdienst wurde Christian Pelzeter für 10 Jahre beim BRK geehrt. Der designierte Arbeitskreisleiter Frank Endres erhielt neben seiner Ehrung für 5 Jahre auch seine offizielle Bestellung zum Arbeitskreisleiter.

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Die Geehrten des Abends


 



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