Hausbrand in Emtmannsberg
(Landkreis Bayreuth)
Mittwoch, 23. November 2011 um 09:00 Uhr
Der ersteintreffende, zuständige Kreisbrandinspektor Andreas Heizmann konnte nach erster Erkundung jedoch bezüglich einer vermissten Person rasch Entwarnung geben. Die Pfarrfamilie hatte das Haus
bereits verlassen. Das Dachgeschoss des Gebäudes stand allerdings in Flammen. Durch das schnelle Eingreifen der Hilfskräfte konnte das Feuer zwar rasch eingedämmt und somit größerer Schaden in
den unteren Stockwerken verhindert werden. Das Dach wurde durch den Brand stark beschädigt. Als schwierig erwies sich bei den Nachlöscharbeiten die Bauart des Daches. Zwischen Holzverschalung und
Naturschieferdach entfachten immer wieder Glutnester mit Temperaturen um 600 Grad Celsius, wie Messungen mittels Wärmebildkamera ergaben. Hierdurch bedingt stellte sich die Herausforderung, diese
kleinen Brände und Glutnester abzulöschen, ohne weitere, unnötige Schäden an dem historischen Gebäude im Ortskern zu verursachen. Unter anderem mussten auch Solarzellen vom Dach entfernt werden.
Auch wichtige, möglicherweise historische Papiere sollten geschützt werden.
Über 40 Atemschutzgeräteträger wurden eingesetzt, um den Brand von Innen und Aussen zu bekämpfen. Im Einsatz waren insgesamt rund 100 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren. Das THW Pegnitz
leuchtete Teile der Einsatzstelle aus. Das BRK versorgte die Einsatzkräfte mit heißen Getränken und stand in Bereitschaft für mögliche Hilfeleistungen. Aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse -
während des Einsatzes herrschte dichter Nebel und Straßenglätte - mussten die Einsatzkräfte mit besonderer Vorsicht arbeiten.
Eingesetzt waren die Ständige Wache Bayreuth, die Gruppe Innere Stadt und die Wehr aus Wolfsbach. Aus dem Landkreis wurden Emtmannsberg, Birk, Neunkirchen, Seybothenreuth, Sophiental und
Weidenberg alarmiert. Die Einsatzleitung hatte der zuständige Kommandant, Norbert Jäger. Unterstützt wurde er von der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung ( UG-ÖEL ), Kreisbrandrat
Hermann Schreck, Kreisbrandinspektor Andreas Heizmann, sowie den Kreisbrandmeistern Kristijan Pauthner, Uwe Jacobs und Karlheinz Sehnke. Bürgermeister Thomas Kreil unterstützte die Einsatzkräfte
in vorbildlicher Weise mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln.
Der Einsatz dauerte bis in den Mittwoch hinein.
Text: Carolin Rausch, Leiterin FB Öffentlichkeitsarbeit im KFV Bayreuth e.V.
Fotos: Carolin Rausch














