Ein Herz für Kinder aus Krisengebieten Asiens
Bayreuther Krankenwagen unterwegs für das Friedensdorf
Samstag, 21. August 2010 um 00:00 Uhr
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Das ist einer der Leitgedanken des Bayerischen Roten Kreuzes im Kreisverband Bayreuth. Am vergangenen Mittwoch startete
ein Krankentransportwagen mit den Bayreuther Sanitätern Christoph Biersbach und Frank Endres und Conny Redl aus Lautertal (Kreisverband Coburg) zu einem Spezialauftrag nach Düsseldorf. Das
Ziel: Kinder aus Krisengebieten in Asien zur Behandlung in deutsche Krankenhäuser zu bringen.
Im Rahmen eines Hilfsfluges der Stiftung Friedensdorf International landete am
vergangenen Mittwochabend eine Chartermaschine mit 108 verletzten und kranken Kindern aus Krisengebieten in Asien auf dem Flughafen in Düsseldorf. Die Kinder erhalten in Deutschland eine
medizinische Versorgung, die in ihrer Heimat nur sehr schwer oder gar nicht gewährleistet werden kann. Für den Transport der Kinder vom Flughafen in Kliniken im gesamten Bundesgebiet, wurden
durch die Stiftung 25 Kranken- und Rettungstransportwagen verschiedener Rotkreuz-Kreisverbände angefordert, darunter auch das Fahrzeug aus Bayreuth.
Der mit zwei Tragen ausgerüstete Krankentransportwagen startete am
Mittwochvormittag von Bayreuth in Richtung Düsseldorf, um dort gegen 16.30 Uhr mit den Kollegen anderer Kreisverbände zusammenzutreffen. Die Chartermaschine aus Kabul traf mit fünfstündiger
Verspätung gegen Mitternacht in Düsseldorf ein. Unmittelbar nach der Landung wurden die Kinder am Flugzeug von den Rettungsfahrzeugen und Bussen abgeholt, durch die Betreuer empfangen und auf
ihren Transport in Krankenhäuser im gesamten Bundesgebiet vorbereitet. Das Team aus Oberfranken übernahm zwei sechs- und neunjährige Mädchen aus Tadschikistan und Afghanistan. Die beiden
Mädchen wurden in Kliniken in Suhl und Passau transportiert. Am Donnerstagvormittag gegen 9.00 Uhr traf der Krankenwagen in Passau ein, wo sich Ärzte und Pflegepersonal sofort um das von der
Reise erschöpfte Mädchen aus Afghanistan kümmerten. Die Verletzungen des Mädchens hatten die direkte Fahrt nach Passau erforderlich gemacht. Nach weiteren fünf Stunden traf das Bayreuther Team
am Klinikum Suhl ein, wo das zweite Mädchen stationär aufgenommen wurde.
Bis zur Landung der Maschine war den Helfern nicht bekannt in welchem
gesundheitlichen und seelischen Zustand sich die kleinen Patienten befanden. Den beiden Rotkreuzlern aus Bayreuth und ihrer Kollegin aus Coburg kam die Ausbildung im Betreuungsdienst zugute, die
genau auf diese und ähnliche Einsätze abzielt. Insgesamt legte die Bayreuther Besatzung 1700 Autobahnkilometer in 33 Stunden zurück. Die Fahrtkosten werden mit Spendengeldern gedeckt, der Einsatz
der Sanitäter erfolgte ehrenamtlich. Für das BRK in Bayreuth war diese Fahrt für das Friedensdorf eine Premiere. Nach ihrer Rückkehr nach Bayreuth herrschte aber Einigkeit darüber, dass man sich
auch künftig an diesem wertvollen Projekt beteiligen wolle.Fotos: Christoph Biersbach / Frank Endres
Weitere Informationen unter: www.friedensdorf.de














