Per Satellit schneller zum Notfall
Technik aus der Luftrettung jetzt auch auf BRK-Motorrad
Mittwoch, 18. August 2010 um 00:00 Uhr
Das Motorrad der Bayreuther BRK-Motorradstreife ist ab sofort mit einem GPS-Sender ausgerüstet. Das so genannte „Rescue-Track“ ist seit einigen
Monaten bereits erfolgreich bei der Luftrettung im Einsatz. Jetzt holt der BRK-Kreisverband als erster BRK-Kreisverband in Bayern die Technologie auf das Zweirad, die ab dem kommenden
Wochenende (21.08.2010) eingesetzt wird.
Unterstützt von der Herstellerfirma Convexis ist das Bayreuther Einsatzmotorrad künftig auf den Bildschirmen der umliegenden Leitstellen und natürlich auch der
Rettungsleitstelle Bayreuth sichtbar. Ähnlich wie in der Luftrettung wird dabei dessen genauer Standort ebenso dargestellt, wie die Einsatzbereitschaft. Bei einem Notfall können die Leitstellen
einen Einsatzort und die genaue Wegbeschreibung online auf das Navigationsgerät des Krades senden, welches dann unmittelbar die schnellste Route ausgibt und den Fahrer lotst. Eine
zeitaufwändige Standortbestimmung entfällt künftig komplett.
BRK-Kreisgeschäftsführer Peter Herzing, der selbst Sprecher der BRK-Motorradstreifen in Bayern ist, begrüßte die Pilotphase in Bayreuth. Es wäre wünschenswert, wenn nach einer
erfolgreichen Erprobung alle Motorräder in Bayern mit der Technologie ausgerüstet werden könnten, so Herzing. Der Projektleiter für die Integrierte Leitstelle Bayreuth/Kulmbach, Markus
Ruckdeschel, dankte zur Inbetriebnahme vor allem dem Geschäftsführer der Herstellerfirma, Florian Schenk, der die Hardware und die notwendige Software kostenlos zur Verfügung gestellt
hat.
Hintergrund:
Die Bayreuther Motorradstreife des Bayerischen Roten Kreuzes ist seit dem 21. Mai und bis zum 26. September diesen Jahres an Wochenenden und Feiertagen im Einsatz.
Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf der BAB9 von Hormersdorf bis Rudolphstein, auf der BAB70 von Stadelhofen bis Bayreuth/Kulmbach, auf der BAB72 vom Bayerischen Vogtland bis zum Dreieck
Hochfranken und auf der A93 vom Dreieck Hochfranken bis zur Anschlussstelle Marktredwitz. Die Rettungssanitäter und Rettungsassistenten leisten in erster Linie erweiterte Erste Hilfe bei Unfällen
und Erkrankungen und sind durch ihre Wendigkeit gerade in Staulagen oft schneller am Ziel als der Rettungsdienst. Im Stau stehen sie Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite. Die Tätigkeit der
Motorradstreife ist ehrenamtlich. Im Jahr 2009 legten die 6 Helfer mehr als 23000 Kilometer zurück und wurden kamen 250 Mal zum Einsatz.














