Loveparadetragödie beschäftigt auch die Malteser aus Waischenfeld - Kriseninterventionsteam bei der Trauerfeier im Einsatz

Montag, 02. August 2010 um 00:00 Uhr

Die am Unglückstag diensthabenden Einsatzkräfte halfen im Tunnel und sind zur Trauerfeier am vergangenen Samstag wiedergekommen. Um das erlebte und die schrecklichen Eindrücke ohne bleibende psychische Folgen verarbeiten zu können waren Notfallseelsorger mit der Zusatzausbildung  „Psychosoziale Notfallversorgung“(PSNV) direkt bei den Helfern eingesetzt.  Darunter waren auch Manfred Huppmann und Hans Seger von den Maltesern aus Waischenfeld die am Einsatzabschnitt am Unglückstunnel der Westseite stationiert waren.

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Der Malteser Hilfsdienst Waischenfeld  wurde am Freitag den 30.7.2010 vom Generalsekretariat der Malteser aus  Köln verständigt das Notfallseelsorger bzw. Helfer des Kriseninterventionsdienstes (KIT) in Duisburg bei der anstehenden Trauerfeier benötigt werden. Diese sollen die Einsatznachsorge für die am Unglückstag eingesetzten Helfer übernehmen. Gemeinsam mit weiteren KIT-Helfern der Malteser aus Eichstätt, Schwabach, Nürnberg, Regensburg und Bamberg gründeten sie das Kontingent „Bayern Mitte“. Am Treffpunkt in Tennenlohe machten sich das Kontingent am Samstag um 02.45 Uhr  mit Manfred Huppmann und Hans Seger auf den Weg nach Duisburg.

Der Einsatz begann um 08.30 Uhr mit der Einsatzbesprechung an der Dienststelle der Malteser in Duisburg. Von dort wurden den KIT Helfern die jeweiligen Einsatzabschnitte zugeteilt.

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Ein nicht alltäglicher Einsatz für die Waischenfelder KIT-Helfer die nicht genau wussten was sie erwartet.
„Wir suchen das Gespräch mit den Einsatzkräften, helfen ihnen besser über die Geschehnisse wegzukommen und weisen auf die möglichen Symptome hin die so ein Einsatz mit sich bringen kann. Jetzt müssen sich die Helfer ausruhen und wieder zu Kräften kommen. Reaktionen wie nächtliche Unruhe, Verspannungen, die Zweifel an der Richtigkeit des eigenen Handelns seien jetzt normal. Einsatzkräfte brauchen auch besonders den Austausch mit ihren Kollegen, die die Situation vor allem fachlich einschätzen und die Gedanken ihrer Kollegen verstehen können“ so Huppmann und  Seger.
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Nach 25 Stunden auf den Beinen trafen die zwei Helfer der Waischenfelder Malteser am Sonntag gegen1.00 Uhr wieder in Waischenfeld ein.


Hintergrund: PSNV ist Unterstützung und Betreuung von Einsatzkräften nach besonders schlimmen Ereignissen. Krisenintervention(KIT)/Notfallseelsorge ist ein Unterstützungssystem für Betroffene und Angehörige von verunglückten, vermissten schwer verletzten, Toten etc.


Text und Bilder: MHD Waischenfeld, Matthias Hartmann



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