Gemeinsame Personalversammlung an der Schnittstelle Leitstelle und Rettungdienst
Dienstag, 20. Juli 2010 um 17:00 Uhr

Neben dem Bericht des hiesigen Personalrates berichtete der Gesamtpersonalratsvorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes Wolfgang Roth über aktuelle Themen zu den Tarifsituationen des BRKs.
Peter Herzing berichtete aus seiner Tätigkeit als Geschäftsführer und gab aktuelle Einblicke in die Gesamtentwicklung des BRK Kreisverbandes, der neben Rettungsdienst und Leitstelle ein breites
Aufgabenspektrum im Bereich der sozialen Arbeit, Bildung und Pflege abdeckt.
Markus Ruckdeschel stellte den Sachstand des Projektes ILS dar und fokusierte einige Schnittstellenthemen zwischen Leitstelle und Rettungsdienst in seinem Bericht. Als Instrument zur Bilanzierung
der täglichen Arbeit von Leitstelle und Rettungsdienst steht fortan der sogenannte Quartalsreport des Institut für Notfallmedizin der LMU München zur Verfügung. Der Rettungsdienstbereich
Bayreuth/Kulmbach wurde hier für das Jahr 2009 erstmalig in Bayern mit aufbereitetem Zahlenmaterial ausgestattet. Fortan können die für Mitarbeiter als Zielgruppe gedachten Reporte vierteljährlich
im Portal abgerufen werden.

Bayernweit wird das Thema Gebietsabsicherungen im Rettungsdienst von den einzelnen Leitstellen und deren Vielzahl an Mitarbeitern unterschiedlich umgesetzt. Die hiesige Leitstelle bewegte sich bei
den jährlichen Auswertungen zahlenmäßig im Bezug auf die Gesamteinsatzzahl immer im Mittelfeld. Um auch neuen Mitarbeitern für Ihre Tätigkeit eine Leitlinie geben zu können wurde von den erfahrenen
Kollegen ein Quasi-Standard erarbeitet, der mehrere Einsatzzzenarien betrachtet. Aus diesen können vordefinierte Gebietsabsicherungen an sogenannten Abrufplätzen abgeleitet werden, die auch im
neuen Leitsystem hinterlegt werden.
Seit 2004 beteiligen sich die BRK-Leitstellen federführend an dem Projekt Rückmeldezahlen (RMZ) in Bayern. Hierbei werden bei jedem Notfalleinsatz fünf Ziffern als standardisierter Code
übermittelt, der die tatsächlichen Wahrnehmungen des Rettungsdienstpersonals in fünf Kategorien an die Leitstelle rückspiegelt. Bei Auswertungen wird dieses Lagebild mit dem Meldebild des
Disponenten auf Übereinstimmung verglichen. Die vorgestellten Ergebnisse aus 2009 belegen, dass die gemeinsame Leistung von Rettungsdienst und Leitstelle im hiesigen Leitstellenbereich stetig an
Qualität zugenommen hat.
Hier wurde im Verlauf der fünf Jahre ein gutes Ergebnis erreicht. Bei rund 85% der Einsätze deckt sich das am Telefon erarbeitete Meldebild mit der vorgefundenen Situation am Notfalleinsatzort. Die
Anzahl fehlerhafter oder nicht übermittelter RMZ nahmen im gleichen Zeitraum stetig ab. Fortan werden die Ergebnisse der RMZ Auswertung den Mitarbeitern im Rahmen weiterer Schnnittstellengespräche
vorgestellt, um die Akzeptanz für das System bei allen Beteiligten noch weiter zu erhöhen. Die RMZ als Qualitätskennzahl ist ein zweckmäßiges Instrument, was an der Schnittstelle
Rettungsdienst/Leitstelle gute Dienste leistet.
Markus Ruckdeschel lud die Mitarbeiter des Rettungsdienstes abschließend ein, bei Tagespraktika auch die Leitstelle näher kennen lernen zu können. Seit 2009 werden solche Praktika für alle Partner
der Leitstelle angeboten.
Text und Bild: Markus Ruckdeschel










