Rettungsübung in luftiger Höhe - Kranführer in Führerkabine bewusstlos
(Pottenstein - Landkreis Bayreuth)
Sonntag, 14. August 2011 um 20:00 Uhr
Zu einem schweren Betriebsunfall kam es am vergangenen Samstagabend auf dem Firmengelände der Firma Walthelm am Langen Berg in Pottenstein. Ein Baukranführer bricht in 20 Meter Höhe in seiner
Führerkabine bewusstlos zusammen und fällt auf die Bedieneinheit des Kranes. Durch das ungewollte und ruckartige Absenken der Last am Kranhacken geriet diese ins Schwanken und begräbt einen
weiteren Arbeiter am Boden unter sich.
Nach Eingang der Notrufmeldung wurden die Feuerwehr Pottenstein, die Feuerwehr Gößweinstein, die Drehleiter der Feuerwehr Waischenfeld, die Bergwacht Pottenstein und der Malteser Hilfsdienst aus Waischenfeld zur Einsatzstelle beordert.
Sofort führte die Einsatzleitung die Sichtung und Erkundung durch und stellte eine schwer verletzte Person am Boden, sowie eine bewusstlose Person in der Führerkabine auf ca. 20 Meter Höhe des Baukrans fest.
Die am Boden liegende Person ist unter Stahlspundwänden eingeklemmt und wurde mittels Hebekissen von den Feuerwehren aus Pottenstein und Gößweinstein befreit und anschließend fachgerecht auf dem Spineboard gelagert. Die weitere medizinische Versorgung und den Abtransport des schwer Verletzten übernahmen zwei Rettungssanitäter der Waischenfelder Malteser.
Parallel läuft auch die Bergung des Kranführers. Mittlerweile sind zwei Mann der Bergwacht auf den Kran geklettert und befreiten die Person in ca. 20 Meter Höhe aus der engen Kabine. Auf dem Dach der Kabine versorgten Sie die Person. Gleichzeitig wird auch die Drehleiter der Feuerwehr Waischenfeld in Stellung gebracht. Ausgerüstet mit der Schleifkorbtrage fährt sie auf 15 Meter Rettungshöhe.
Durch die Bergwacht gesichert wurde die Person bis zum Rettungskorb der Drehleiter abgeseilt und auf der Korbtrage gelagert und anschließend zu Boden gebracht.
Dort angekommen wurde er von den Rettungskräften fachgerecht umgelagert und durch weitere zwei Rettungssanitäter der Malteser medizinisch weiter versorgt.
Bei der Übungsnachbesprechung im Feuerwehrhaus Pottenstein wurde von allen Seiten die gute und einwandfrei funktionierende Zusammenarbeit gelobt. Weiterhin wurde auch festgestellt, dass ein solcher Unglücksfall nur dann gut abgearbeitet werden kann, wenn die verschiedenen Dienste von Feuerwehr, Bergwacht und Rettungsdienst hierbei eng zusammenarbeiten.
Da jede Hilfsorganisation über spezielle Rettungsgeräte verfügt ist es überaus wichtig, diese schon im Vorfeld bei gemeinsamen Übungen kennen zu lernen. Auch die Kommunikation in einer Organisationsübergreifenden Einsatzleitung war eines der Übungsziele welches zufriedenstellend gelöst wurde.
All dies ist gerade auch im Zeichen der bevorstehenden Zusammenführung von Feuerwehr und Rettungsdienst unter dem Dach der integrierten Leitstelle wichtig.

Text: Matthias Hartmann (MHD), Wolfgang Bothe (FW Pottenstein)
Bilder: FW Pottenstein, MHD Waischenfeld
Nach Eingang der Notrufmeldung wurden die Feuerwehr Pottenstein, die Feuerwehr Gößweinstein, die Drehleiter der Feuerwehr Waischenfeld, die Bergwacht Pottenstein und der Malteser Hilfsdienst aus Waischenfeld zur Einsatzstelle beordert.
Sofort führte die Einsatzleitung die Sichtung und Erkundung durch und stellte eine schwer verletzte Person am Boden, sowie eine bewusstlose Person in der Führerkabine auf ca. 20 Meter Höhe des Baukrans fest.
Die am Boden liegende Person ist unter Stahlspundwänden eingeklemmt und wurde mittels Hebekissen von den Feuerwehren aus Pottenstein und Gößweinstein befreit und anschließend fachgerecht auf dem Spineboard gelagert. Die weitere medizinische Versorgung und den Abtransport des schwer Verletzten übernahmen zwei Rettungssanitäter der Waischenfelder Malteser.
Parallel läuft auch die Bergung des Kranführers. Mittlerweile sind zwei Mann der Bergwacht auf den Kran geklettert und befreiten die Person in ca. 20 Meter Höhe aus der engen Kabine. Auf dem Dach der Kabine versorgten Sie die Person. Gleichzeitig wird auch die Drehleiter der Feuerwehr Waischenfeld in Stellung gebracht. Ausgerüstet mit der Schleifkorbtrage fährt sie auf 15 Meter Rettungshöhe.
Durch die Bergwacht gesichert wurde die Person bis zum Rettungskorb der Drehleiter abgeseilt und auf der Korbtrage gelagert und anschließend zu Boden gebracht.
Dort angekommen wurde er von den Rettungskräften fachgerecht umgelagert und durch weitere zwei Rettungssanitäter der Malteser medizinisch weiter versorgt.
Bei der Übungsnachbesprechung im Feuerwehrhaus Pottenstein wurde von allen Seiten die gute und einwandfrei funktionierende Zusammenarbeit gelobt. Weiterhin wurde auch festgestellt, dass ein solcher Unglücksfall nur dann gut abgearbeitet werden kann, wenn die verschiedenen Dienste von Feuerwehr, Bergwacht und Rettungsdienst hierbei eng zusammenarbeiten.
Da jede Hilfsorganisation über spezielle Rettungsgeräte verfügt ist es überaus wichtig, diese schon im Vorfeld bei gemeinsamen Übungen kennen zu lernen. Auch die Kommunikation in einer Organisationsübergreifenden Einsatzleitung war eines der Übungsziele welches zufriedenstellend gelöst wurde.
All dies ist gerade auch im Zeichen der bevorstehenden Zusammenführung von Feuerwehr und Rettungsdienst unter dem Dach der integrierten Leitstelle wichtig.
Text: Matthias Hartmann (MHD), Wolfgang Bothe (FW Pottenstein)
Bilder: FW Pottenstein, MHD Waischenfeld














