Bayreuther Bürgerfest 2010
Alkohol und Hitze halten Helfer auf Trab
Sonntag, 04. Juli 2010 um 00:00 Uhr
Einen leichten Anstieg der Einsatzzahlen verzeichnet das Bayerische Rote Kreuz nach dem diesjährigen Bayreuther Bürgerfest. 110 Sanitäter aus nahezu allen Bereitschaften des Kreisverbandes
leisteten gemeinsam einen der größten Sanitätsdienste in der Umgebung. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge, Fußstreifen und ein zentraler Behandlungsplatz auf dem Gelände des Richard-Wagner-Gymnasiums
(RWG) stellten drei Tage lang die medizinische Versorgung der Besucher sicher.
Allein am Behandlungsplatz am RWG wurden von Freitag bis Sonntagabend 31 Patienten versorgt.
Laut Einsatzleiter Richard Knorr ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen seien ausgeblieben, so Knorr in einem Fazit. Etwa die Hälfte der behandelten
Notfälle war auf übermäßigen Alkoholgenuss zurückzuführen. Negativ aufgefallen ist dabei, dass die Anzahl minderjähriger Alkoholkonsumenten zugenommen hat. Etwa ein Viertel der behandelten
Bürgerfestbesucher verletzten sich an Glasscherben oder zogen sich Platzwunden zu, ein weiteres Viertel hatte mit Kreislaufproblemen aufgrund der Hitze zu kämpfen. Insgesamt 6 Personen mussten
zur Weiterbehandlung ins Klinikum Bayreuth eingeliefert werden. Ein zeitweise anwesender Bereitschaftsarzt unterstützte die Sanitäter am Behandlungsplatz.
Trotz des
Sieges der deutschen Nationalelf am Samstag blieb der befürchtete Anstieg des Einsatzaufkommens durch verletzte oder erschöpfte Fußballfans aus. An der „Fanmeile“ am Hohenzollernring
wurde, wie nach jedem Spiel der Nationalmannschaft, ein zusätzlicher Einsatzabschnitt gebildet. Drei Personen wurden durch das BRK versorgt, mussten aber nicht ins Krankenhaus transportiert
werden.
Einsatzleiter Richard Knorr, der den dreitägigen Einsatz zusammen mit Stefan Prziklang und der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung koordinierte, zog ein durchweg positives Fazit.
„Die gute Ausbildung der Sanitäter und das ständige Üben solcher Großeinsätze haben sich ausgezahlt“, so Richard Knorr, „die insgesamt 110 eingesetzten Helfer haben eine sehr
gute Arbeit geleistet und perfekt zusammen gearbeitet“.














