Neues Fahrzeug für den Rettungsdienst

Schwerlast-Rettungswagen ab sofort im Einsatz
Dienstag, 18. Mai 2010 um 00:00 Uhr

Der BRK-Rettungsdienst in Bayreuth hat jetzt den neuen Schwerlast-Rettungstransportwagen (S-RTW) in Dienst gestellt. Das Fahrzeug erlaubt den patientengerechten Transport von stark übergewichtigen Menschen. Auch für die Mitarbeiter bietet das Einsatzfahrzeug neue Möglichkeiten für  gesundheitsschonendes Arbeiten. Am Rande einer Sitzung des BRK-Kreisvorstandes besichtigte Kreisvorsitzender Dr. Klaus-Günter Dietel mit BRK-Kreisgeschäftsführer Peter Herzing das neue Einsatzfahrzeug.

1Der „XXL-Transporter“ ermöglicht es künftig auch Patienten mit einem Körpergewicht von bis zu 300 Kilogramm menschenwürdig zu transportieren. Mit dem neuen Fahrzeug, dessen Ausrüstung einem normgerechten Rettungswagen entspricht, reagiert das Bayerische Rote Kreuz auf die bedenkliche Entwicklung, dass die Rettungsdienstmitarbeiter immer häufiger zu massiv übergewichtigen Patienten gerufen werden, welche dann in ein Krankenhaus transportiert werden müssen.

Die herkömmlichen Rettungsfahrzeuge des BRK sind für eine so hohe Körperlast nicht ausgestattet, zu klein und die Fahrtragen und Tragenaufnahmen im Fahrzeug für dieses Gewicht nicht zugelassen. Die S-RTW tragen einer Anregung des BRK beim Bayerischen Innenministerium und den Kostenträgern (z.B. Krankenkassen) Rechnung, ein entsprechendes Spezialfahrzeug für „Schwerlast-Patiententransporte“ zu entwickeln. So wurde vom BRK-Landesverband ein Fahrzeug entwickelt, das sowohl den Transportbedürfnissen stark übergewichtiger Patienten gerecht wird, als auch eine deutliche Verbesserung für die Arbeit der Rettungskräfte bedeutet.

Rettungsdienstleiter Dietmar Kasel erläutert dem Kreisvorsitzenden Dr. Klaus-Günter Wie ein herkömmlicher Rettungswagen ausgestattet, müssen die Retter, dank einer speziellen Hydrauliktechnik für die Trage, weniger schwer heben. Beim Einladen der Trage wird das Personal von einer Ladebordwand unterstützt, die gleichzeitig das einzige Merkmal des neuen Fahrzeuges ist, das es von herkömmlichen Rettungstransportwagen unterscheidet. Die neue Ausrüstung leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Gesundheitsschäden bei den Rettungskräften. Umbauten bei diesem Spezialfahrzeug sind nicht erforderlich, somit ist es jederzeit einsatzbereit.

1Mit dem S-RTW hat das Bayerische Rote Kreuz neue Maßstäbe gesetzt. Bayern ist das einzige Bundesland, in welchem künftig flächendeckend ein einheitlicher Schwerlast-Rettungswagen eingesetzt wird. Das Fahrzeug in Bayreuth ist künftig für den Einsatzbereich der Leitstelle Bayreuth/Kulmbach zuständig und eines von insgesamt 25 Spezialfahrzeugen dieser Art in Bayern. In Oberfranken sind drei weitere S-RTW in Bamberg, Hof und Kronach stationiert.



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